KI im Klassenzimmer — zwischen Lehrplan und Lebenswirklichkeit
Ihre Schülerinnen und Schüler nutzen ChatGPT, Copilot und Bildgeneratoren längst im Alltag — oft ohne Ihr Wissen und ohne pädagogische Begleitung. Gleichzeitig fordern der LehrplanPLUS, die KMK-Handlungsempfehlung 2024 und die bayerische Digitalstrategie, dass KI-Kompetenzen systematisch im Unterricht verankert werden. Doch woher die Zeit nehmen? Und woher das Material?
Die Realität an vielen bayerischen Schulen: Lehrkräfte stehen allein vor der Aufgabe, ein hochdynamisches Thema didaktisch aufzubereiten. Umfang, technische Voraussetzungen und verfügbare Materialien müssen für jeden Einsatz passend geklärt werden.
Genau hier setzt KI-Kids an: KI-Kids entwickelt modulare Unterrichts- und Fortbildungsbausteine für unterschiedliche Altersstufen. Für einen konkreten Einsatz werden Lernziele, Umfang, verfügbare Materialien, technische Voraussetzungen und mögliche LehrplanPLUS-Anknüpfungspunkte vorab mit der Schule abgestimmt.
Materialien und Abläufe können nach Abstimmung an schulisch freigegebene Systeme wie ByCS beziehungsweise AIS.chat angepasst werden. Eine technische Integration ist nicht Bestandteil des Standardangebots und wird nur gesondert vereinbart.
Unsere Materialien für Ihren Unterricht
KI-Kids entwickelt modulare Unterrichtsbausteine für unterschiedliche Altersstufen. Für Pilotprojekte werden Umfang, Lernziele, Materialien und mögliche LehrplanPLUS-Anknüpfungspunkte vorab mit der Schule festgelegt.
Unterrichtsbausteine
Je nach vereinbartem Modul können Verlaufsplanung, Arbeitsblätter, Lehrkräftehinweise, Reflexionsimpulse und ein Quellenblatt bereitgestellt werden. Umfang und Lernziele werden vorab mit der Schule abgestimmt.
- Altersstufe und Umfang werden im Pilot vorab festgelegt
- Verlaufsplanung und Arbeitsblätter, je nach vereinbartem Modul
- Reflexionsimpulse und Lehrkräftehinweise, sofern vereinbart
- Quellenblatt und mögliche LehrplanPLUS-Anknüpfungspunkte, sofern vereinbart
Arbeitsblätter
Kopierfähige Arbeitsblätter zu zentralen KI-Themen — von der Mustererkennung in der Grundschule bis zur ethischen Bewertung generativer KI in der Oberstufe. Jedes Blatt funktioniert auch ohne digitale Endgeräte.
- Unplugged-Aktivitäten ohne Bildschirm
- Analog oder digital, je nach vereinbartem Modul
- Passend zum abgestimmten Workshop
- Verfügbare Nutzungsrechte werden je Material ausgewiesen
SchiLF-Fortbildungen
Schulinterne Lehrerfortbildungen können direkt angefragt werden. Eine Veröffentlichung oder Dokumentation über FIBS kann im Einzelfall geprüft werden; eine Eintragung stellt keine staatliche Empfehlung oder Zertifizierung dar. Die Entscheidung über Aufnahme und Anerkennung trifft die zuständige Stelle.
- Umfang und Dauer werden vorab vereinbart
- Praxisanteile nach Ziel und Gruppe
- Optionales Follow-up nach Vereinbarung
- FIBS nur nach Prüfung durch die zuständige Stelle
KI-Tool-Governance-Checkliste — Die Checkliste unterstützt Schulen bei einer ersten pädagogischen und organisatorischen Einordnung von KI-Werkzeugen. Sie berücksichtigt unter anderem Datenschutzaspekte, Altersangemessenheit, pädagogischen Zweck und schulische Verantwortlichkeiten. Sie ersetzt keine rechtliche, datenschutzrechtliche oder schulinterne Prüfung.
Was unsere Materialien auszeichnet
Anschlussfähig an bestehende schulische Abläufe
KI-Kids ist technologieneutral angelegt und nicht an einzelne Anbieter gebunden. Wenn Schulen ByCS, AIS.chat oder andere schulisch freigegebene Systeme nutzen, können diese im Rahmen der schulischen Vorgaben berücksichtigt werden. Eine technische Integration wird nur zugesagt, wenn sie gesondert vereinbart ist.
- Digitale Aufgaben lassen sich in bestehende Schulplattformen einbetten
- Prompt-Übungen lassen sich in unterschiedliche schulische Kontexte einbetten
- Kein Account bei OpenAI, Google oder Microsoft nötig
- Datenschutzaspekte im Unterricht werden mitgedacht
Am LehrplanPLUS Bayern orientiert
Die Materialien weisen mögliche Anknüpfungspunkte an den LehrplanPLUS Bayern aus. Die konkrete Einbindung in die Unterrichtsplanung entscheidet die jeweilige Schule beziehungsweise die verantwortliche Lehrkraft.
- Mögliche Bezüge zu Lehrplan-Kompetenzerwartungen
- Fächerübergreifende Anknüpfungspunkte dokumentiert
- Anschlussfähig an bestehende Jahresplanung
- Orientiert an KMK-Handlungsempfehlung 2024
Unplugged-First Didaktik
Unsere Materialien folgen konsequent dem Prinzip „Begreifen kommt vor Bedienen". Jede Unterrichtseinheit beginnt mit haptischen, analogen Aktivitäten: Kinder sortieren Trainingsdaten mit Karteikarten, simulieren Entscheidungsbäume als Rollenspiel oder entlarven Bias in analogen Datensätzen. Erst wenn das konzeptuelle Verständnis gesichert ist, folgt die Arbeit am Bildschirm. Dieser Ansatz orientiert sich an Erkenntnissen aus der Computational-Thinking-Forschung und unterstützt auch Klassen ohne 1:1-Geräteausstattung bei der Teilnahme am KI-Unterricht.
Lehrkräfte üben sichtbare Prüfschritte: Quelle und Kontext einer Antwort prüfen, Aussagen mit einer zweiten Quelle abgleichen, Unsicherheit markieren und Bilder/Videos auf Manipulationshinweise untersuchen. AIS.chat beziehungsweise ByCS können dabei nur berücksichtigt werden, wenn die Schule sie freigegeben hat.
- Haptische Einstiegsaktivitäten ohne Endgeräte
- Kein 1:1-Geräteausstattung erforderlich
- An Forschung und etablierten Bildungsrahmen orientiert
- Inklusiv: alle Kinder können teilnehmen
So läuft eine SchiLF-Fortbildung ab
Von der ersten Kontaktaufnahme bis zum optionalen Follow-up: Unser Ablauf soll die Übertragung von Impulsen in den Schulalltag unterstützen.
Vorgespräch & Bedarfsanalyse
In einem 30-minütigen Gespräch mit Ihrer Schulleitung oder dem Digitalkoordinator klären wir den Ist-Stand Ihres Kollegiums: Welche KI-Erfahrungen bestehen? Welche Fächer und Jahrgangsstufen stehen im Fokus? Welche technische Infrastruktur (zum Beispiel ByCS, AIS.chat oder Tablets) ist vorhanden? Auf dieser Basis erstellen wir ein abgestimmtes Fortbildungskonzept.
Impulsvortrag: KI-Grundlagen & Schulpraxis
Die SchiLF beginnt mit einem 45-minütigen Impulsvortrag, der Ihr gesamtes Kollegium abholt — unabhängig vom Vorwissen. Wir klären Grundbegriffe (Was ist maschinelles Lernen? Was kann generative KI — und was nicht?), zeigen konkrete Unterrichtsbeispiele und ordnen die Entwicklungen in den Rahmen des LehrplanPLUS und der KMK-Handlungsempfehlung ein.
Hands-on-Workshop: Materialien erproben
Im Hauptteil arbeiten Ihre Kolleginnen und Kollegen in Fachgruppen mit unseren Unterrichtsbausteinen. Sie durchlaufen Unplugged-Aktivitäten, testen Prompt-Übungen mit einem schulisch freigegebenen System und diskutieren Differenzierungsmöglichkeiten für ihre Lerngruppen.
Governance-Runde: KI-Tools bewerten
Gemeinsam kann das Kollegium mithilfe der KI-Tool-Governance-Checkliste eine Arbeitsgrundlage erstellen: Welche Tools sollen geprüft werden? Welche Regeln gelten für Hausaufgaben? Was wird an Eltern kommuniziert? Die Schule entscheidet selbst über interne Leitlinien und Freigaben.
Follow-up nach 4 Wochen
Vier Wochen nach der SchiLF kann ein weiterer Termin stattfinden, um Erfahrungen aus der Erprobungsphase zu reflektieren. Wir beantworten offene Fragen und können vertiefendes Material für die eigenverantwortliche Weiterarbeit der Schule bereitstellen.
Häufige Fragen von Lehrkräften
Nein. Für einen vereinbarten Baustein werden Hinweise und ein Ablauf passend zur Lerngruppe abgestimmt. Je nach Modul können Hintergrundinformationen, Formulierungshilfen oder Moderationstipps enthalten sein. Wer tiefer einsteigen möchte, kann eine SchiLF-Fortbildung anfragen.
Die Bausteine orientieren sich am LehrplanPLUS Bayern und weisen mögliche fachliche Anknüpfungspunkte aus, zum Beispiel Mustererkennung in Mathematik, Quellenanalyse in Deutsch/GPG oder ethische Bewertung in Ethik beziehungsweise Sozialkunde. Ob und wie ein Baustein in die konkrete Unterrichtsplanung passt, entscheiden die verantwortlichen Lehrkräfte.
Nein. Viele Bausteine können ohne digitale Endgeräte durchgeführt werden. Analoge Aktivitäten wie Sortierübungen, Rollenspiele und Karteikarten-Klassifikation sollen konzeptuelles Verständnis unterstützen. Wenn Geräte vorhanden sind, können nach Abstimmung optionale digitale Erweiterungen mit schulisch freigegebenen Systemen berücksichtigt werden.
Verbote allein funktionieren nicht — und sind im digitalen Zeitalter kaum durchsetzbar. Unsere Materialien verfolgen einen konstruktiven Ansatz: Statt den KI-Einsatz zu unterbinden, machen wir ihn zum Lerngegenstand. Im Baustein „Schreiben mit und über KI" (Jgst. 7-10) analysieren Schülerinnen und Schüler beispielsweise KI-generierte Texte, identifizieren typische Schwächen und überarbeiten sie kritisch. So entwickeln sie ein Bewusstsein für die Grenzen generativer KI und verstehen, warum eigenständiges Denken unersetzlich bleibt. Unsere KI-Tool-Governance-Checkliste hilft Ihnen zusätzlich, transparente Regeln für den KI-Einsatz bei Hausaufgaben und Leistungsnachweisen zu formulieren.
Eine Veröffentlichung in FIBS kann die Auffindbarkeit eines externen Fortbildungsangebots verbessern. Sie ist keine staatliche Empfehlung oder Qualitätszertifizierung; die Schule beziehungsweise zuständige Stelle entscheidet über Genehmigung und Anerkennung.
Bereit, KI-Bildung in Ihren Unterricht zu bringen?
In einem kostenlosen und unverbindlichen 30-minütigen Impulsgespräch ordnen wir mögliche Materialien für Ihre Fächer und Jahrgangsstufen pädagogisch-organisatorisch ein. Es ersetzt keine rechtliche oder datenschutzrechtliche Prüfung.